Begine Christina von Stommelen am Kölner Dom

Mittwoch, 7. Januar 2026, besuchen wir diese besondere Frauengemeinschaft, eine Kommunität, die schon vor über 800 Jahren eine Form des Zusammenlebens, gemeinsamer Arbeit, Versorgung lebte und vorlebte. Damals gab es für Frauen nur Ehe oder Klosterleben, wenn sie nicht unverheiratet in ihrer Ursprungsfamilie bleiben wollten, was selten möglich war. Die Beginen waren wirtschaftlich und sozial selbstständig, und sie hatten eine eigene Rechtsfähigkeit. Sie arbeiteten in der Krankenpflege und Sterbebegleitung, beim Totendienst, als Geburtshelferinnen und Lehrerinnen. Manche gingen auch handwerklichen Tätigkeiten nach, z. B. die Herstellung und Verarbeitung von Tuchen. Dafür standen sie unter Schutz, weil man sie brauchte. Erst 1421 wurden sie aufgefordert, sich aufzulösen.

Dank der Frauengeschichtsforschung und der feministischen Theologie ist eine Wiederbelebung nach 1968 zu beobachten – vor allem in Deutschland, zunehmend aber auch in anderen europäischen Ländern. Die moderne Beginenbewegung ist so bunt und uneinheitlich wie sie auch im Mittelalter war.

Eine Wohngemeinschaft gibt es im Beginenhof in Widdersdorf. Da treffen wir uns um 16 Uhr am 7. Januar und lernen die modernen Beginen und ihr Leben kennen. Gerne können wir gemeinsam mit Bus und Bahn hinfahren.

Der Eintritt ist frei, bitte verbindlich anmelden per E-Mail manguela.fokuhl[at]ekir.de