Vor einigen Wochen fragte die Feuerwehr Köln an, ob es möglich sei, das alte Gemeindezentrum an der Markuskirche für Übungszwecke zu nutzen. Die verlassenen und ausgeräumten Gebäude seien ideal, um den Notfall zu proben. Dem stand nichts im Wege, zumal die Gebäude ohnehin bald abgerissen werden und sich niemand gestört fühlen dürfte.

So rückten eines samstags die Freiwillige Feuerwehr Löschgruppe Eil mit drei Einsatzfahrzeugen und voll ausgerüsteten Feuerwehrleuten an der Markuskirche an. Dreizehn Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren waren ebenfalls mit von der Partie, die Jugendfeuerwehr. "Für die Youngsters ist es sehr wichtig, diese Notfallsituation vor Ort zu üben", so Frank Frenser, der Einsatzleiter. "Sie dürfen zwar noch nicht alles, aber sie sehen, wie das ist, wenn sich Rauch entwickelt und man die Hand nicht mehr vor Augen sieht, wie der Einsatz organisiert wird und die leblose Person aufgefunden und geborgen wird."

Die Kinder dürfen dabei nicht mitmachen. Der Rauch, der dicht und undurchdringlich aus dem Keller des ehemaligen Jugendheimes aufsteigt, wird in einer Nebelmaschine erzeugt und ist ungefährlich, aber die Kinder dürfen unter 18 Jahre noch keine Atemschutzgeräte tragen - aus Sicherheitsgründen - und ohne geht da niemand runter. "Rauch entwickelt sich schnell", so Nils Radünz von der Einsatzleitung, "bei einem Christbaum vergehen keine zwei Minuten und er brennt lichterloh". Und wenn dann noch ein Sofa mit in Flammen aufgeht, ist der Rauch nicht nur lebensgefährlich, sondern auch noch schwarz und undurchdringlich.

So wie im Jugendheim wurde bereits im alten Pfarrhaus und in den Räumen der Kindertagesstätte geübt. Das Einsatzfahrzeug verlässt dazu den Kirchplatz, fährt wie im richtigen Leben eine Anfahrt nach Notrufeingang und dann geht alles seinen Gang. Der Einsatzleiter koordiniert den Einsatz nach vorheriger Lagebeurteilung, das Gerät wird aufgenommen, Schläuche verbunden und an die Wasserversorgung angeschlossen, alles für den Einsatz im Gebäude vorbereitet. Ein Kollege mimt die verletzte Person, die dann die enge Treppe aus dem Jugendheim heraufgeschleppt werden muss.

Solche Übungseinheiten sind auch für andere freiwillige Feuerwehren im Umkreis attraktiv - Anfragen liegen bereits vor. Solange das alte Gemeindezentrum noch steht, soll es gerne noch der Übung unserer Freiwiliigen Feuerwehr und der Ausbildung der Jugendfeuerwehr dienen!

Feuerwehr übt am alten Gemeindezentrum Markuskirche