Experimentelle Musik mit Cello und Saxophon

Die Konzertreihe an der Markuskirche wurde mit dem Duo Roger Hanschel und Marei Seuthe, das mit eigenen Kompositionen und Improvisationen aufwartete, fortgesetzt.

 

Roger Hanschel wurde 2018 mit dem WDR-Jazzpreis ausgezeichnet und bekam für sein Projekt „Trio Benares“ den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Marei Seuthe, in Porz aufgewachsen, hat mehrere Ensembles und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Klassik, Neuer Musik und Improvisation, war auf Einladung des Schauspiel Köln zum Theatertreffen in Berlin und arbeitet als Dozentin der Rheinischen Musikschule unter anderem in Porz.

 

Sie spielen VIN (benannt nach dem Kosenamen von Hanschels Sohn Levin), ein über einstündiges Programm, von Roger Hanschel, verbunden mit Kompositionen von Marei Seuthe „MonoDialog“ und „Woodchuck“ für präpariertes Violoncello.

 

In einem Bogen durchgespielt, ohne Pause. Das dient der musikalischen Spannung und hält die Zuhörerschaft im Bann. Das Saxophon mit wechselweise gefühlvollen Sequenzen, klagenden, leisen, empathischen Tönen und dann wieder hoher Dramatik und schnellen Läufen. Das Cello mit Winseln, Jammern, Klagen, Schrammen, sanftem Streicheln, Fensterleder und Pizzicato, abwechslungsreich, spannungsvoll, leise, kurzfristig laut, meditativ. Große handwerkliche Kunst. Ein Hörgenuss erster Güte. Großartig!

 

Beim lang anhaltenden Beifall bedankt sich Roger Hanschel mit der Bitte, die Konzertreihe an der Markuskirche weiter zu begleiten, überhaupt die Konzerte, die jetzt wieder anlaufen, zu besuchen und die Kunstszene zu unterstützen.

Porzer Kammerorchester lädt zum Konzert ein

Die Konzertreihe an der evangelischen Markuskirche in Eil wird am Sonntag, den 4. Oktober um 19 Uhr mit einem Orchesterkonzert fortgesetzt. Das Porzer Kammerorchester unter der Leitung von Thomas Wegst musiziert Werke von Bach, Vivaldi und Britten.

 

Dabei stellen die aktuellen Hygiene- und Schutzbestimmungen eine besondere Herausforderung dar, da durch die großen Abstände der Musikerinnen und Musiker das Zusammenspiel deutlich erschwert wird.

Thomas Wegst:

"Dennoch freuen wir uns außerordentlich, ein solches Konzert überhaupt anbieten zu können. Die damit verbundenen Schwierigkeiten nehmen wir gerne in Kauf".

 

Höhepunkt wird sicherlich das Tripelkonzert von Bach, BWV 1064, mit drei konzertierenden Violinen und Orchester. Zwei Konzerte von Vivaldi für Soloflöte und Orchester mit der renommierten Kölner Flötistin Lucia Mense versprechen große Virtuosität. Die "simple symphonie" von Benjamin Britten sprüht nur so von Energie und Rhythmus.

 

Das Porzer Kammerorchester blickt mittlerweile auf eine 45-jährige Geschichte zurück. Konzertmeisterin ist Eva Plüer, die lange Jahre an der Porzer Musikschule unterrichtete.

Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr.

 

Die Sitzplatzkapazitäten liegen bei diesem Konzert bei maximal 90 Personen, sodass der Erwerb von Onlinetickets empfohlen wird.