Umbrüche in Kunst und Architektur

Tag des Offenen Denkmals

Am 8 September öffnet die Lukaskirche in Porz wieder ihre Türen. Das bundesweite Thema des Denkmaltages  „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ passt auch zur  Geschichte der über 100 jährigen Lukaskirche.

 

Eine moderne Kirche  war im wilhelminischen Deutschland am Anfang des 20. Jahrhunderts nicht selbstverständlich.

Die damalige Kirchengemeinde hat die Modernität ihrer Kirche ihrem  jungen Pfarrer Ernst Mühlendyck zu verdanken. Die „neuartige Baukunst“ war ein entscheidender Gesichtspunkt für seine Architektenwahl.

Pfarrer Klingenberg, ein Schwager von Ernst Mühlendyck, hatte  in Essen-Haarzopf den Architekten Max Benirschke beauftragt, die Gemeindekirche dort in einem neuen und modernen Stil zu errichten. Mühlendyck lernte Benirschke in Haarzopf kennen und schätzen.

Der österreichische Architekt plante dann 1913  die Porzer Lukaskirche im Jugendstil als Saalkirche mit Westturm und orientierte sich dabei auch am Kirchbau in Haarzopf.

Die Innenausstattung im Stil des Expressionismus konnte 1927 fertiggestellt werden und ist seit der Renovierung 1980 wieder in der ursprünglichen Farbigkeit erfahrbar.

 

Der Historiker Wolf Dieter Raudsep wird mit seinem Vortrag „Die Annahme dieses Entwurfs setzt schon eine sehr moderne Gemeinde voraus“ (David Koch 1910)

auf Umbrüche  und „moderne“ Entwicklungen der Lukaskirche eingehen.

( 8. September 12.30 Uhr ).

Geöffnet ist die Kirche am Sonntag, 8.September, von 12.15 bis 18.00 Uhr.

Eine weitere Kirchenführung findet um 15.30 Uhr statt (Pfarrer i.R.Harald Klimek)

Küster Stefan Schuh führt Turmbesteigungen in Kleingruppen  durch.

 

Am 7. September besuchen übrigens Pfarrerin und Presbyter der Schwesterkirche aus Essen-Haarzopf die Lukaskirche. Über diesen Kontakt  freuen wir uns besonders.

 

Sie sind herzlich eingeladen, am 8. September das „Moderne“ in der Lukaskirche zu entdecken!