Echt jetzt? So teure Würstchen?

Es könnte sein, dass wir auf kommenden Gemeindefesten diese Beschwerde ab und zu hören werden.

Warum, das lesen Sie in diesem Artikel.

 

Anfang diesen Jahres gab es ein Online-Seminar zum Thema: „Öko-fair beschaffen“. Daran haben einige Menschen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Porz teilgenommen, die Lust darauf haben, auch im Gemeindeleben mehr für die Umwelt, mehr für die Natur zu tun.

 

In dem Seminar der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen ging es darum, wie Gemeinden (besser) ökologisch wirtschaften können: weniger Energie verbrauchen, Reinigungsmittel verwenden, die der Umwelt nicht schaden, faire und biologische Lebensmittel einkaufen, womöglich gemeinsamer Einkauf von Waren, um Geld zu sparen.

 

Nach diesem Online-Seminar haben sich die Menschen, die aus der (und für die) Evangelische(n) Kirchengemeinde Porz daran teilgenommen haben, überlegt, wie sie die Erkenntnisse aus diesem Seminar für das „normale“ Gemeindeleben nutzen könnten. Also wurde die sogenannte „Öko-AG“ der Gemeinde gegründet. Das Presbyterium hat diese Öko-AG begrüßt und darum gebeten, dass möglichst aus allen Gemeindebezirken – oder gar aus allen Gemeindezentren – ein Mitglied an diesem inoffiziellen Ausschuss teilnehmen wird. Wer also Interesse daran hat, möge sich bitte im Gemeindebüro bei Anne Fröbel oder Annette Dräger oder bei Manfred Loosen melden. Jede Hilfe ist willkommen.

 

Der erste Schritt der AG war, dass wir von allen Gemeindezentren die Verbrauchsdaten aus den vergangenen Jahren erhoben und in eine Tabelle eingetragen haben. Ziel ist es nicht, die verschiedenen Zentren zu vergleichen, sondern in jedem einzelnen Zentrum den Strom-, Gas- und Wasserverbrauch des laufenden und dem der Vorjahre zu betrachten. Anhand dieser Daten können wir dann vielleicht erkennen, welche Einsparmöglichkeiten es gibt, was man besser machen kann.

 

Außerdem gibt es die Überlegung, bei Reinigungsmitteln, Verbrauchsmitteln (z.B. Klopapier und coronakonforme Papierhandtücher), Lebensmitteln zu vereinbaren, dass wir möglichst umweltfreundlich einkaufen. Und bei Lebensmitteln ist das auch geplant. So könnte es dann dazu kommen, dass die Worte, die da in der Überschrift stehen, gesagt werden. Denn öko-fair Einkaufen hieße, kein Fleisch aus billiger Massentierhaltung mehr zu kaufen, sondern teureres, bei denen die Tiere ein besseres Leben hatten. Dann würden die Würstchen bei Gemeindefesten etwas teurer. Was meinen Sie? Sollten wir das so machen? Sie haben die Chance, sich einzumischen, dabei zu sein, wenn die Evangelische Kirchengemeinde Porz entscheidet, wie öko-fair wir werden sollen. Melden Sie sich! Machen Sie mit!

 

Manfred Loosen